Die FuĂballspieler der Greizer Turnerschaft grĂŒndeten am 12. Mai 1920 eineneigenstĂ€ndigen Verein, den 1. FC Greiz. ZunĂ€chst noch unter einfachenVerhĂ€ltnissen auf dem Greizer SchĂŒtzenplatz oder den Zeddelwiesen spielend,entwickelte sich rasch eine kampfstarke Mannschaft, die schon 1926 dieGaumeisterschaft gewann und 1930 Osterlandmeister wurde.
Mithilfe vonArbeitslosen und unter Beteiligung der Greizer FuĂballanhĂ€nger entstand in denJahren 1931 und 1932 mit dem Tempelwaldsportplatz eine vereinseigeneSpielstĂ€tte. Er wurde am 28. August 1932 mit einem Spiel gegen den LeipzigerSpitzenverein Wacker Leipzig eingeweiht, das die Greizer mit 2:0 gewannen.NachEnde des Zweiten Weltkrieges wurde der 1. FC Greiz aufgrund einer Direktive derBesatzungsmĂ€chte im Jahre 1945 aufgelöst.
Platzweihe am 28. August 1932
Das Weihespiel gewann der 1. FC Greiz gegen Wacker Leipzig 2:0
Zerfall in einzelne Betriebssportgemeinschaften
Ab 1946 waren in Ostdeutschland SportwettkĂ€mpfe von locker organisiertenSportgemeinschaften zunĂ€chst nur auf Kreisebene erlaubt. Im damals 45.000!Einwohner zĂ€hlenden Greiz entstanden mehrere solcher Gemeinschaften mitBezeichnungen wie Greiz-Stadt, Greiz-Mitte, Greiz-Ost. Im Zuge derNeuorganisation des Sports in Ostdeutschland auf der Basis von so genannten Betriebssportgemeinschaften(BSG) wurde 1949 die BSG VorwĂ€rts Greiz gegrĂŒndet.
Bis 1955 gab es mehrereUmstrukturierungen und Fusionen, bis schlieĂlich 1959 mit der Zusammenlegungder Betriebssportgemeinschaften Chemie und Textil lĂ€ngerfristig die BSGFortschritt Greiz gebildet wurde.
Unter dem Namen Einheit Greiz waren dieFuĂballer 1952 in die Bezirksliga Gera aufgestiegen, zu diesem Zeitpunktdie dritthöchste Spielklasse im DDR-FuĂball. Als Chemie Greiz wurde 1958 dieBezirksmeisterschaft gewonnen.
Eine BSG, zweite Liga, drei Namen
Die Fusion zur BSG Fortschritt brachte fĂŒr die FuĂballsektion weitereErfolge, 1961 mit dem Gewinn des Bezirkspokals und 1962 mit dem Aufstieg ausder inzwischen viertklassigen Bezirksliga in die II. DDR-Liga. Diese wurde nachder Saison 1962/63 aufgelöst, der erreichte 9. Platz bedeutete die RĂŒckkehr indie Bezirksliga. Dort verblieb die BSG Fortschritt mit Ausnahme der Spielzeit1967/68 (Abstieg in die Bezirksklasse) bis 1971. In diesem Jahr wurde diezweitklassige DDR-Liga von zwei auf fĂŒnf Staffeln aufgestockt, und zur AuffĂŒllungdes Teilnehmerfeldes waren auch die Bezirks-Vizemeister aufstiegsberechtigt.Darunter war auch Fortschritt Greiz.
Damit hatte die BSG ihr bestes ErgebniswĂ€hrend der Zeit des DDR-FuĂballs erreicht. Zwischen1972 und 1986 war Greiz stĂ€ndig in der Bezirksliga Gera vertreten und belegte 1968 und 1973 den 2. Platz.
1973 wurde wieder einmal ein Namenswechsel vorgenommen, mitdeutlichem Hinweis auf den TrÀgerbetrieb nannte sich die BSG nun Greika Greiz.1980 konnte endlich ein Rasenplatz in Betrieb genommen werden. 1984 tauchte mitaltem Namen ein neuer Lokalrivale in der Bezirksliga auf, bis 1988 machtewieder eine BSG Chemie der BSG Greika Konkurrenz. Nach alter Gewohnheitfusionierten beide Gemeinschaften im Juli 1988 zur Industriesportgemeinschaft(ISG) Greiz.
Unser Vereinswappen von 1920 bis 1945.
1973 umbenannt in BSG Greika Greiz - Vereinswappen von 1973 bis 1988.
NeugrĂŒndungdes 1. FC Greiz am 30. September 1994
Die letzte Bezirksligasaison des DDR-FuĂballspielbetriebes beendete ISGGreiz 1990 mit Platz 5. Im Laufe dieses Jahres brach das System derBetriebssportgemeinschaften aufgrund der neuen wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissenach der politischen Wende von 1989 zusammen, und in Ostdeutschland musste sichder Sport neu organisieren. Die Mitglieder der Sektion FuĂball der ISGgrĂŒndeten daraufhin noch 1990 den Verein FC Greiz, der am 30. September 1994 seinen traditionellen Namen 1. FC Greiz annahm.
Von 1991 bis 1997 spielten die Greizer in der Landesliga ThĂŒringen (ab 1994 5.Liga). Nach weiteren neun Jahren Landesklasse erfolgte 2006 ein erneuter Absturz in diesiebtklassige Bezirksliga. Zuvor war der 1. FC eine Spielgemeinschaft mit einemalten Bekannten, dem SV Chemie Greiz, eingegangen.
1990 neu organisiert - FC Greiz. Seit dem 30. September 1994